Gerhard Pieper
Die Orgel befindet sich auf der Empore des Nonnenchores. Das Prospekt aus dem Jahr 1683 stammt von Andreas Schneider. Bereits 1910 fühlte es Franz Eggert mit einem neuen Werk. Die jetzige Orgel stammt 1978 und wurde von Siegfried Sauer erbaut.
Im März 1975 schrieb dazu der Diözesankunstbeauftragte Prof. Dr. Schmitz: "Nach meinem Besuch in Wormeln habe ich mir noch einmal ausführlich Gedanken über die Restaurierung der dortigen Orgel gemacht. Nach meinen Überlegungen kann es überhaupt nicht in Frage kommen, ein Instrument, von dem außer dem Gehäuse nichts mehr vorhanden ist, zu rekonstruieren. ... Das jetzt vorhandene, um 1910 gebaute Orgelwerk hat Register von so ausnehmender Tonschönheit,
daß man eben dieses Werk, vielleicht sogar die vorhandenen Kegelladen, restaurieren und mit elektrischer Traktur versehen sollte. Die Orgel ist so wie sie jetzt da steht, mit dem erweiterten Gehäuse und der vorgezogenen Brüstung, eben auch ein historisches Dokument, das man ebensowenig beseitigen sollte wie einen neugotischen Altar. Wie dem Historismus in der kirchlichen Kunst wendet man in den letzten Jahren auch dem Orgelbau der Romantik Beachtung zu. Diese Entwicklung halte ich nicht für eine Modeerscheinung, sondern für eine vernünftige Einsicht, die leider fast zu spät kommt. Ich bin also der Meinung, daß die Orgel in
Wormeln in ihrem Gesamtklang erhalten werden sollte, wie sie ist. Wenn man auch in Erwägung ziehen sollte, sie um einige Obertonregister zu bereichern, damit sie auch für die Wiedergabe barocker und moderner Orgelmusik geeignet wird. Um das bei der vorhandenen Registerzahl zu erreichen, kann man auf einige Verdoppelungen in der jetzigen Disposition verzichten."
der Kirchengemeinden im Pastoralen Raum Warburg